Apple will iTunes-Start "richtig machen"
Apple plant weiter die Einführung seines Musikshops iTunes für dieses Jahr in Europa, will aber keinen genauen Termin nennen.
"Wenn wir in Europa starten, wollen wir es richtig machen. Es kann keinen Kompromiss geben bei der Einfachheit der Nutzung, der Song-Auswahl oder der Gestaltung einer ansprechenden Website", sagte Apples Europa-Chef Pascal Cagni.
Eine Verzögerung um einige Monate sei akzeptabel, da Apple glaubt, dass der Online-Shop viele Jahre ein wichtiger Vertriebskanal sein wird. "Das ist von so hohem Stellenwert, dass einige Monate Verzögerung nicht wichtig sind", so Cagni weiter. Am Starttermin 2004 hält er weiter fest.
In den USA verkauft Apple seine Songs zu einem einheitlichen Preisschema. Laut Cagni ist es in Europa deutlich schwieriger, die Musikverleger auf eine gemeinsame Linie zu bringen.
In den USA hat Apple bereits über 50 Mio. Songs via iTunes verkauft. In Europa gibt es deutlich weniger derartige Angebote, im Laufe des Jahres wollen aber unter anderem Napster und Sony Songs im Netz anbieten.
Sony will im Juni mit "Connect" startenMassive Preisunterschiede
Es gebe massive Unterschiede bei den Preisen, zudem seien die Steuern in den Ländern unterschiedlich, so Cagni weiter.
Er kritisierte, dass die großen Musikverleger zwar große Anstrengungen unternommen habe, die Werke zu digitalisieren, aber weitaus weniger dafür die Nutzungsrechte mit Künstlern, Produzenten und Herausgebern auch abzuklären.
Apples iPod, der in den USA auch vom iTunes-Erfolg profitiert, habe sich in Europa mit den annähernd gleichen Zuwächsen verkauft wie auf anderen Märkten, so Cagni, vor allem in Großbritannien. Weitere Zuwächse erwartet er sich vom Verkaufsstart des iPod Minis im Juni.
