Sony wegen "Socom"-Werbung ermahnt
Die deutsche Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat Sony Computer Entertainment wegen eines Werbebriefs im Stil der US-Armee abgemahnt.
Die bräunlichen Umschläge mit einem Poststempel der Army und einem "blutgetränkten" Stofffetzen seien sittenwidrig.
Sony entgegnete unterdessen in einer Stellungnahme, es habe sich lediglich um ein rechteckiges Stück Stoff gehandelt. Die Werbeaktion für das PS2-Spiel "Socom II" sei auch seit dem 5. April bereits abgeschlossen.
Werbesendung an deutsche Haushalte
Der Brief erwecke den Eindruck, dass ein Angehöriger oder Freund
aus dem Krisengebiet Irak um Hilfe bitte, kritisiert die
Wettbewerbszentrale. Die Werbung sei in den vergangenen Tagen an
zahlreiche deutsche Haushalte gegangen.
"Socom II"-Website15.000 Adressaten
"Bei dieser Werbung geht es nicht allein um Fragen des guten Geschmacks, sondern vielmehr um die Täuschung des Verbrauchers über den Charakter der Zusendung", so Hans-Frieder Schönheit.
Der Stofffetzen trägt die Aufschrift: "Wir stecken in der Scheiße - hol uns hier raus."
"Wir haben mit dieser Werbeaktion lediglich die Gamer angesprochen, die auch Socom oder ähnliche Spiele dieses Genres spielen", sagte Manfred Gerdes von Sony.
Unter den 15.000 Adressaten hätten sich zudem lediglich Interessenten über 16 Jahren befunden.
