Intel bittet EU um längere Antwortfrist
Im Wettbewerbsverfahren wegen Preisrabatten
Der US-Chipriese Intel hat die Europäische Kommission im Verfahren um Wettbewerbsverstöße um eine längere Antwortfrist gebeten. "Wir haben eine Anfrage für eine Verlängerung von Intel, die wir noch prüfen", sagte ein Vertreter der EU-Wettbewerbsbehörde.
Die EU hatte Intel im Juli vorgeworfen, mit Kampfpreisen unter den Herstellungskosten und massiven Rabatten seinen kleineren Rivalen AMD illegal vom Markt drängen zu wollen. Die europäischen Wettbewerbshüter hatten Intel zunächst bis Montag Zeit gegeben, auf die Anschuldigungen zu reagieren.
Der Chefsyndikus des weltweit größten Halbleiterkonzerns hält bisher dagegen, Intel habe nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Vielmehr sei die EU-Klageschrift fehlerhaft.
EU vs. Chiphersteller
Die EU-Kommission hatte sich zuletzt mehrere US-Chipfirmen vorgeknöpft. So hatte sie Rambus im August vorgeworfen, "unverhältnismäßige Lizenzgebühren" einzustreichen. Vergangene Woche eröffneten die europäischen Kartellwächter aus ähnlichen Gründen ein formales Verfahren gegen den Mobilfunkchip-Spezialisten Qualcomm.
(Reuters)
