15.04.2004

ÖSTERREICH

Forschungsquote steigt auf 2,27 Prozent

Die österreichische Forschungsquote, also die Ausgaben für Forschung und Entwicklung [F&E] gemessen am Bruttoinlandsprodukt [BIP], wird im laufenden Jahr mit 2,27 Prozent deutlich höher als in den vergangenen Jahren liegen.

Das gab die Statistik Austria in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose der F&E-Aufwendungen im Jahr 2004 bekannt.

Der Prognose zufolge werden heuer 5,274 Mrd. Euro für F&E aufgewendet, das sind um 7,6 Prozent mehr als 2003. Davon kommen 1,94 Mrd. Euro bzw. 36,7 Prozent von der öffentlichen Hand [Bund: 1,58 Mrd. Euro, Bundesländer: 302 Mio. Euro, sonstige öffentliche Einrichtungen wie Gemeinden, Kammern, Sozialversicherungsträger, etc. 56 Mio. Euro].

Wirtschaft investiert

Die Wirtschaft trägt mit 2,19 Mrd. Euro 41,5 Prozent der Gesamtausgaben, 21,5 Prozent [1,13 Mrd. Euro] kommen aus dem Ausland und 0,3 Prozent [15 Mio. Euro] werden vom privaten gemeinnützigen Sektor finanziert.

Die gegenüber den Schätzungen in den Vorjahren deutlich höheren Gesamtausgaben der Jahre 1999 bis 2002 sind nach Angaben von Statistik Austria das Ergebnis der Hochrechnung von ersten Teilergebnissen der Ende 2003 gestarteten und derzeit noch im Gang befindlichen F&E-Erhebung der Statistiker über das Jahr 2002 in allen volkswirtschaftlichen Sektoren.

Diese zeige, heißt es in einer Aussendung von Statistik Austria, dass vor allem im Unternehmenssektor die F&E-Ausgaben seit 1998 - im Widerspruch zur wirtschaftlichen Entwicklung - überproportional gestiegen seien.

Die F&E-Gesamtausgaben sind seit 1993 um 129 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass in den letzten zwölf Jahren die Forschungsaufwendungen mehr als doppelt so rasch wie das BIP gewachsen sind, das im selben Zeitraum um 61,9 Prozent gestiegen ist. Durchschnittlich ist das BIP seit 1998 jährlich um 3,3 Prozent gewachsen, die F&E-Ausgaben des Bundes um 6,2 Prozent und jene der Wirtschaft um 7,5 Prozent.