EBays Kampf mit der Kommunikation
Will keine Hinweise auf Telefonieservice Jajah
Anfang der Woche hat der Kommunkationsdienstleister Jajah einen kleinen Button für Websites und E-Mails vorgestellt, mit dem Anwender einfach mit ihrem Gegenüber in Kontakt treten können.
Laut Jajah haben davon vor allem eBay-Nutzer Gebrauch gemacht und den Jajah-Button in ihre Auktionen eingefügt.
Doch eBay scheint damit keine rechte Freude zu haben: Laut Jajah wurden von eBay zahlreiche Auktionen, in denen Jajah-Buttons eingebaut waren, offline gesetzt.
Auch in Österreich sei der Einsatz der Jajah-Buttons auf den eBay-Auktionsseiten verboten, sagte der Online-Auktionator dazu gegenüber ORF.at. Generell sei man sehr skeptisch bei Hinweisen oder Links zu Drittanbietern außerhalb eBays.
Demnach verbieten zwei eBay-Policys den Einsatz des Jajah-Buttons: Der "Grundsatz für die Verwendung von Links auf den eBay-Artikelseiten" sowie jener zur Verwendung von Skriptsprachen auf eBay-Seiten.
Jajah vermutet Artenschutz für Skype
Jajah vermutet jedoch - aufgrund der aktuellen Ereignisse nicht ganz grundlos -, dass eBay mit der Aktion nur sein eigenes Internet-Telefonieangebot Skype schützen will.
"EBay hat Skype gekauft, um - vollkommen zu Recht - das direkte Gespräch zwischen Anbieter und Bieter zu ermöglichen", meint Jajah-Gründer Roman Scharf. Unklar sei jetzt, warum eBay in einfachen Telefonaten ein Problem sehe, so Scharf.
"Wir werden im Interesse unserer Nutzer daran arbeiten, eBay zu bitten, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken", sagte Mitbegründer Daniel Mattes.
Bei Jajah werden die Verbindungen nicht über das Internet, sondern über das Telefon hergestellt. Das Netz dient dabei als eine Art Vermittlungsstelle.
