Nokia rüstet Twingo mit Handy-GPS aus

04.10.2007

Eine Sonderedition von Renaults neuem Twingo wird von Nokia mit einem Nokia 6110 mit GPS-Funktion, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Anschlüssen für iPod und USB-Geräte ausgerüstet.

Mit einer Spezialausrüstung will Renault seinen einstigen Vorzeige-Flitzer Twingo vor allem für technisch interessierte Käuferschichten attraktiv machen.

Ende Oktober will Renault in Frankreich den Twingo Nokia auf den Markt bringen, der vom größten Handyhersteller mit seinem GPS-fähigen Handy 6110 samt Bluetooth-Freisprecheinrichtung ausgerüstet wird.

140 Watt mit USB-Anschluss

Auf der 512 MB großen mitgelieferten MicroSD-Karte sind laut Renault bereits alle nötigen Karten und Infos für die Navigation mit dem Nokia-Handy gespeichert.

Weitere sollen über das 3G-fähige Handy unterwegs heruntergeladen werden können. Das Handy kann auch außerhalb des Autos zur Naviagtion genutzt werden.

Weiters wurden im Handschuhfach Audioeingänge [3,5-mm-Klinke, iPod-Input und USB] für das MP3-fähige Radio mit 140 Watt eingebaut, das auch per Tasten am Lenkrad gesteuert werden kann.

Vorerst nicht in Österreich

Der Twingo Nokia mit 75 Benzin-PS soll in Frankreich 12.950 Euro kosten, die Dieselversion mit 65 PS 14.450 Euro. In Österreich wird der Twingo Nokia nicht erhältlich sein, dafür ab November in Slowenien [wo er gebaut wird] sowie Deutschland, Belgien, Italien und Frankreich.

Immer mehr Elektronik im Auto

Nokia und Renault schließen sich damit einem Trend an, der in Zukunft wohl noch einige Gadget-gebrandete Autos auf den Markt bringen wird. Abseits davon zieht aber ohnedies immer mehr Elektronik in die Autos ein.

In der Premiumklasse gehören Navigationssysteme bereits zur Standardausrüstung, laut Mercedes Österreich greifen die Käufer aber auch zunehmend zu Nachtsichtgeräten, Abstandsreglern und Massagesitzen.

Infotainment für Kleinstwagen

Fiat rüstet sein neu aufgelegtes Kleinstauto, den Fiat 500, ebenfalls mit einem eigenen "Infotainment-System" namens Blue&Me aus, das auf einer Kooperation mit Microsoft und somit Windows Mobile basiert. Auch der Fiat 500 kann mit Navigationssystem und Anschlüssen für iPod und USB-Geräte ausgerüstet werden.

Der ebenfalls zum Renault-Konzern gehörende japanische Autobauer Nissan hatte erst vor kurzem seine Vision eines "intelligenten" Autos näher skizziert. So soll das Auto der Zukunft einem alkoholisierten Fahrer die Zündung verweigern und müde Fahrer wieder "wachdrücken" können.

Nach Angaben des deutschen Verbandes der Automobilindustrie hat die Elektronik derzeit einen Anteil von 25 Prozent der Wertschöpfung in einem Automobil nach 15 Prozent vor einigen Jahren.