Estland will elektronische Grenzübergänge

personalmangel
03.10.2007

Mit Biometriepass durch Sicherheitsschranken

Estland könnte schon in naher Zukunft elektronische Grenzkontrollen einführen, sagte Innenminister Jüri

Pihl. Jede Person mit einem biometrischen Pass würde dann automatisch an einer Sicherheitsschranke kontrolliert.

Das spare viel Zeit, wenn

voraussichtlich ab 2009 das neue europäische Visa-Informationssystem gestartet werde und biometrische Informationen systematisch

kontrolliert werden müssten, so Pihl.

Schengen-Beitritt bis Jahresende

Estland soll bis Jahresende gemeinsam mit anderen neuen EU-Mitgliedern dem Schengener Abkommen beitreten. Dadurch fallen die innereuropäischen Grenzkontrollen weg.

Estland hat seine von der EU für die Vorbereitung des Schengen-Beitritts zugeteilten 77 Mio. Euro bereits verbraucht. Im Sommer berichteten estnische Medien, dass dem Land Hunderte Grenzwachebeamte fehlten, um die von der EU geforderten Voraussetzungen für die Überwachung der Außengrenzen zu erfüllen.

Grund für den personellen Engpass sind zahlreiche Kündigungen wegen zu geringer staatlicher Löhne.