Estland will elektronische Grenzübergänge
Mit Biometriepass durch Sicherheitsschranken
Estland könnte schon in naher Zukunft elektronische Grenzkontrollen einführen, sagte Innenminister Jüri
Pihl. Jede Person mit einem biometrischen Pass würde dann automatisch an einer Sicherheitsschranke kontrolliert.
Das spare viel Zeit, wenn
voraussichtlich ab 2009 das neue europäische Visa-Informationssystem gestartet werde und biometrische Informationen systematisch
kontrolliert werden müssten, so Pihl.
Schengen-Beitritt bis Jahresende
Estland soll bis Jahresende gemeinsam mit anderen neuen EU-Mitgliedern dem Schengener Abkommen beitreten. Dadurch fallen die innereuropäischen Grenzkontrollen weg.
Estland hat seine von der EU für die Vorbereitung des Schengen-Beitritts zugeteilten 77 Mio. Euro bereits verbraucht. Im Sommer berichteten estnische Medien, dass dem Land Hunderte Grenzwachebeamte fehlten, um die von der EU geforderten Voraussetzungen für die Überwachung der Außengrenzen zu erfüllen.
Grund für den personellen Engpass sind zahlreiche Kündigungen wegen zu geringer staatlicher Löhne.
