Staubsaugerbot macht Putzen männlich

Studie
02.10.2007

Besitzer des Staubsaugerroboters Roomba geben ihrem Haushaltshelfer nicht nur Namen - auch Männer werden damit zu Putzteufeln.

Eine Studie der Universität Georgia Tech zeigt, dass Roboter für den Haushalt für ihre Besitzer offenbar weit mehr als nur ein zusätzliches technisches Gerät sind.

Durch die starke emotionale Bindung würden deren Besitzer mehr Fehler verzeihen als einem anderen Gadget, so die Studienautorinnen Beki Grinter und Ja Young Sung. Zudem würden sich auch mehr Männer fürs Putzen begeistern können.

In ihrer Studie befragten die Wissenschaftlerinnen Besitzer des Staubsaugerroboters Roomba, der bisher zwei Millionen Mal verkauft wurde.

Roomba-gerechte Wohnungen

Bei der Umfrage stellte sich heraus, das die Besitzer ihren Robotern nicht nur Namen geben, sondern teilweise auch ihre Wohnungen Roomba-gerecht umbauen oder ihnen die Arbeit erleichtern, indem sie vor ihrem Einsatz schon den gröbsten Dreck beseitigen. Auch Fehlfunktionen würden den Robotern eher verziehen, so die Studie.

Für die Autorinnen bemerkenswert war auch der Umstand, dass sich die Männer eher um den Staubsaugerroboter kümmerten als die Frauen - damit würden die Chancen gut stehen, dass Staubsaugen in Zukunft auch mehr eine männliche Domäne werde, so ihre Schlussfolgerung.

Auf die Idee war Grinter gekommen, nachdem sie in Foren Bilder von "verkleideten" Roombas gesehen hatte.

(AP)