06.04.2004

SPANIEN

Telefonica soll 57 Mio. Strafe zahlen

Der Telekom-Konzern Telefonica wurde vom spanischen Kartellgericht wegen Verstoßes gegen den freien Wettbewerb zu einer Rekordstrafe von 57 Millionen Euro verurteilt.

Laut dem Urteil hat das Unternehmen den Kunden konkurrierender Anbieter den Zugang zu seinen Leitungen erschwert. So wurde die Möglichkeit, das Telefonica-Netz über eine Vorwahl für Gespräche mit billigeren Unternehmen zu nutzen, sabotiert.

Der Verband der Konkurrenz-Anbieter [ASTEL] hat den Konzern deshalb vor dreieinhalb Jahren geklagt.

Berufung angekündigt

Telefonica hat die Geldstrafe als überzogen kritisiert und Berufung angekündigt.

Der Telekom-Konzern wurde von Spaniens Wettbewerbshütern bereits zehn Mal zu Geldstrafen verurteilt. Erst im vergangenen Jahr hatte die spanische Regierung eine Untersuchung gegen Telefonica aufgenommen.

Damals warfen konkurrierende Anbieter dem Unternehmen vor, Kunden mit Einschüchterungsmethoden von einem Wechsel zu anderen Anbietern abgehalten zu haben.