Telefonica soll 57 Mio. Strafe zahlen
Der Telekom-Konzern Telefonica wurde vom spanischen Kartellgericht wegen Verstoßes gegen den freien Wettbewerb zu einer Rekordstrafe von 57 Millionen Euro verurteilt.
Laut dem Urteil hat das Unternehmen den Kunden konkurrierender Anbieter den Zugang zu seinen Leitungen erschwert. So wurde die Möglichkeit, das Telefonica-Netz über eine Vorwahl für Gespräche mit billigeren Unternehmen zu nutzen, sabotiert.
Der Verband der Konkurrenz-Anbieter [ASTEL] hat den Konzern deshalb vor dreieinhalb Jahren geklagt.
Milliardengewinn 2003
Telefonica schreibt nach seinen Rekordverlusten im Jahr 2002
wieder schwarze Zahlen. So konnte 2003 ein Nettogewinn von 2,2
Milliarden Euro erwirtschaftet werden.
Telefonica wieder mit MilliardengewinnBerufung angekündigt
Telefonica hat die Geldstrafe als überzogen kritisiert und Berufung angekündigt.
Der Telekom-Konzern wurde von Spaniens Wettbewerbshütern bereits zehn Mal zu Geldstrafen verurteilt. Erst im vergangenen Jahr hatte die spanische Regierung eine Untersuchung gegen Telefonica aufgenommen.
Damals warfen konkurrierende Anbieter dem Unternehmen vor, Kunden mit Einschüchterungsmethoden von einem Wechsel zu anderen Anbietern abgehalten zu haben.
Damals hatte die spanische Presse berichtet, die Untersuchung könne zu einer Strafe von einer Mrd. Euro führen.
Milliardenklage gegen Telefonica
