Adobe steigt in Textverarbeitung ein

zukauf
01.10.2007

Der Software-Hersteller Adobe überrascht mit der Übernahme von Virtual Ubiquity und wagt sich damit auf den Markt für Textverarbeitungsprogramme.

Der Hersteller der gängigen Programme Adobe Reader und Photoshop kündigte am Montag an, Virtual Ubiquity für eine nicht genannte Summe zu kaufen.

Deren Software Buzzword erlaubt es Nutzern, Dokumente auf ihren Rechnern und im Netz alleine und in Gruppen zu bearbeiten. Mit dem Schritt tritt Adobe auf diesem Sektor in Konkurrenz zu Firmen wie Microsoft, Google und IBM.

"Wir haben nach einer Technologie gesucht, um ein modernes Textverarbeitungsprogramm zu schaffen", sagte Erik Larson von Adobe. "Die gemeinsame Arbeit an einem Dokument ist ein ungelöstes Problem, und wir glauben, dass wir es lösen können."

Adobe hatte seinen Gewinn im dritten Quartal 2007 mehr als verdoppelt.

Erstaunen in der Branche

Branchenkenner und Nutzer reagierten auf die Ankündigung mit Erstaunen. Die Marktforscher von IDC wiesen darauf hin, dass Buzzword das gleiche Aussehen habe, egal, ob es als Programm auf dem Computer des Benutzers oder in einem Webbrowser laufe und ob es mit dem Internet verbunden sei oder nicht. Weder Microsofts Word noch Google Docs könnten das in dieser Form, so die Meinung.

(Reuters)