Sprengstoff-Chips beschleunigen Airbags
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration [IZM] und des Zentrums für Mikrotechnologie [ZfM] an der TU Chemnitz haben sprengstoffbeschichtete Mikrochips entwickelt, die Airbags deutlich schneller explodieren lassen als herkömmliche Systeme.
Bei einem Frontalaufprall eines Autos mit 40 Kilometern pro Stunde muss ein Airbag nach etwa sieben Hundertstelsekunden aufgeblasen sein, um den Fahrer schützen zu können. In dieser Zeitspanne laufen komplexe Operationen zwischen Sensoren, elektronischer Steuerung und Airbagzündung ab.
Moderne Autos haben bis zu acht Luftsäcke, die in dieser kurzen Reaktionszeit unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden müssen.
Hersteller von Seitenairbags haben bereits Interesse an den neuen Zündern gezeigt.
Am IZM und am ZfM arbeiten 65 Wissenschaftler mit winzigen Siliziumchips, auf deren Basis komplette Fertigungs- und Simulationsverfahren für mehr Komfort, Sicherheit und Sauberkeit im Auto entwickelt werden.
IZM
