03.04.2004

ZERSTÄUBER

Japaner entwickeln "Geruchskanone"

Japanische Wissenschaftler haben eine Art "Geruchskanone" entwickelt, die eine Person erfassen und ein bestimmtes Aroma direkt auf deren Nase schießen kann.

Der Geruch wird dabei so gezielt und in kleinster Dosis verbreitet, dass Vorbeigehende schon 50 Zentimeter weiter nichts davon bemerken sollen.

Mit dem Gerät sollen Personen besser in virtuelle Umgebungen eintauchen können. So könnte ein Spieler eines Autorennspiels bim Vorbeifahren an einer Tankstelle Benzingeruch in die Nase steigen oder der Fußballplatz bei einem Sportspiel nach frisch gemähtem Rasen duften.

Tracking-Software orientiert sich an Augen

Das Gerät erfasst die Zielperson im Umkreis von zwei Metern über eine kleine Kamera, welche die Augen im Visier hat. Eine Software analysiert die aufgenommen Bilder und kontrolliert die Richtung des Zerstäubers.

Auch die Anwendung im Werbebereich ist möglich. Verkleinert man das Aromagerät weiter, könnte der Duft frischen Brotes, gerösteter Kaffebohnen oder das neueste Parfum, eventuell in Verbindung mit einer Video- oder Plakatwerbung, gezielt auf potenzielle Käufer versprüht werden.

Dabei könnte ein Duft auf eine Personen abgefeuert werden, ein zweiter auf die daneben gehende Person, ohne dass es dabei zum Geruchs-Wirrwarr kommt.

Probleme und Beschränkungen

Doch da es bisher nicht möglich ist, jegliche Düfte aus wenigen Basis-Aromen zu generieren, bleibt die Anwendung auf eine spezifische Anzahl von Gerüchen beschränkt. Auch könnte diese unterbewusste Werbeart den Unmut der Kunden, besonders der Allergiker, auf sich ziehen.