Burmesische Generäle kappen Netzzugang

proteste
28.09.2007

Das burmesische Militärregime lässt Internet-Cafes und Provider schließen.

Laut Agenturberichten aus dem von Massenprotesten gegen die Militärdiktatur geschüttelten Land Burma hat das herrschende Regime am Freitag damit begonnen, Zugangsmöglichkeiten zum Internet systematisch zu blockieren.

Kommunikationskanäle abgedichtet

Die Militärs wollen damit verhindern, dass oppositionelle Gruppen Nachrichten und Bildinformationen über die Aufstände außer Landes bringen.

Sie ließen Internet-Cafes und den wichtigsten Internet-Provider des Landes schließen. Letzterer war für Anfragen von Journalisten nicht erreichbar.

Das Internet in Burma

Laut der Bürgerrechtsorganisation OpenNet Initiative hat weniger als ein Prozent der burmesischen Bevölkerung Zugang zum Internet.

Nach einer Studie der Initiative aus dem Jahr 2005 herrscht in dem Land eines der härtesten Internet-Kontrollregime der Welt. 2005 gab es dort nur zwei Internet-Provider, beide staatsnah.

Die meisten Burmesen sind für den Netzzugang auf Internet-Cafes angewiesen. 2005 gab es nur in fünf Städten Burmas solche öffentlichen Zugangsmöglichkeiten.

(Reuters)