Web-Apotheke Doc Morris zum Verkauf
Die Internet-Apotheke Doc Morris steht zum Verkauf. Die Beteiligungsgesellschaft 3i Group führt derzeit Verkaufsgespräche mit mehreren Investoren. Das berichtet das "Handelsblatt".
Es würden jedoch sowohl mit strategischen als auch mit Finanzinvestoren Verhandlungen geführt. Interessenten wurden nicht genannt.
Ob sich die Risikokapitalgeber vollständig oder nur teilweise von ihren Anteilen trennen, sei eine Frage des Preises.
3i hält zusammen mit dem deutschen Risikokapitalgeber Technonord zwei Drittel an Doc Morris. Unternehmensgründer Ralf Däinghaus und anderen Mitgliedern des Managements gehört das letzte Drittel.
Doc MorrisDeutlich schwarze Zahlen
Däinghaus sagte dem "Handelsblatt", er werde sich nicht von seinen Anteilen trennen.
Doc Morris schreibt nach Angaben von Däinghaus deutlich schwarze Zahlen, nachdem das Geschäftsmodell mit der am 1. Jänner in Deutschland in Kraft getretenen Gesundheitsreform die rechtliche Grauzone verlassen hat.
Im Jahr 2003 erzielte die Web-Apotheke einen Umsatz von 51 Millionen Euro. Insgesamt 300.000 Kunden gaben über 560.000 Bestellungen auf.
2004 will Däinghaus den Umsatz weiter auf 140 Millionen Euro steigern.
Erst vor einem halben Jahr hatte der Europäische Gerichtshof den Internet-Handel mit Medikamenten für rechtmäßig erklärt.
Kassen kooperieren mit Web-ApothekenVersandhandelsverbot in Österreich
In Österreich ist der Versandhandel mit Medikamenten nicht
gestattet. Ausländischen Anbietern ist lediglich der Versand
rezeptfreier, in Österreich zugelassener Arzneimittel erlaubt.
Mitteilung der österr. Apothekerkammer
