31.03.2004

SEIT 12.00 UHR

Umlaut-Domains sind heiß begehrt

Heute um 12.00 Uhr hat auch in Österreich die Vergabe von Internet-Domains mit Umlauten und anderen Sonderzeichen [Internationalized Domain Names, IDN] begonnen.

Bis knapp vor 14.00 Uhr waren bereits über 83.000 Anträge der Registrare eingelangt, 147 wurden wegen fehlender Angaben als ungültig abgewiesen. Um 14.00 Uhr beginnt die Verarbeitung der eingegangenen Anträge, erste Domains könnten bis zum Abend bereits registriert sein.

Wie ihre deutschen und Schweizer Pendants Denic und Switch hält sich auch nic.at an das "First come, first serve"-Prinzip.

Das bedeutet, dass der Erste, dessen Antrag auf beispielsweise österreich.at ["xn--sterreich-z7a.at"]durchkommt, auch diesen Domain-Namen für sich beanspruchen darf. Dennoch sind Rechtsstreitigkeiten nicht auszuschließen, zum Beispiel, was geschützte Markennamen betrifft.

Domain-Grabber auf Jobsuche

In der Schweiz hatte ein Student, erzählt Wein, die Domain www.nestlé.ch bestellt und auch erhalten. Der Lebensmittelkonzern hatte daraufhin auf seinen geschützten Markennamen gepocht - und Recht bekommen.

"Wie sich herausstellte, wollte der Student nur auf sich aufmerksam machen, er spitzte auf einen Job bei Nestlé in der Vorstandsetage und gab den Domain-Namen danach freiwillig ab", so Wein.

Die Registrare in Österreich sind bei der Domain-Anträgen angehalten, geschützte Namen zu prüfen und Privatpersonen auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Für Streitfälle gibt es eine Schlichtungsstelle, in der unabhängige Fachleute, Juristen und Techniker Rechtsprobleme in Zusammenhang mit Domains beurteilen.