FBI untersucht Unisys

attacke
24.09.2007

Heimatschutz-Netz schlecht gepflegt

Das FBI untersucht einem Zeitungsbericht zufolge, ob der Computerkonzern Unisys bei chinesischen Cracker-Angriffen auf US-Regierungscomputer versagt hat.

Die "Washington Post" berichtete am Montag zudem, es werde geprüft, ob das Unternehmen versucht habe, die Vorfälle zu vertuschen. Ein Berater des Komitees für Heimatschutz sagte der Zeitung, gegen Unisys werde wegen kriminellen Betrugs ermittelt.

Unisys erhielt 2002 für eine Milliarde US-Dollar den Auftrag, unter anderem die Computer- und Informationsnetzwerke des US-Heimatschutzministeriums aufzubauen und zu pflegen.

Unisys bestreitet Vorwürfe

Der Zeitung zufolge gab es 2005 einen Folgeauftrag in Höhe von 750 Millionen Dollar. Ermittlungen eines US-Repräsentantenhaus-Komitees deuteten demnach jedoch daraufhin, dass Schutzprogramme nicht richtig installiert und beobachtet worden seien. Zwischen Juni und Oktober 2006 seien daher rund 150 Rechner des Ministeriums durch Cracker bedroht gewesen, die für ihre Angriffe eine chinesische Website benutzt hätten.

Unisys bestreitet die Vorwürfe. Das Unternehmen teilte mit, es gehe davon aus, dass eine ausführliche Untersuchung keinerlei Schuld der Firma ans Licht bringen werde.

(Reuters)