Deutsche T hat noch Chancen auf PTC
Der polnische Mischkonzern Elektrim rechnet nach eigenen Angaben damit, seinen
Anteil an dem größten polnischen Mobilfunkanbieter PTC binnen weniger Wochen an die Deutsche Telekom [DT] verkaufen zu können.
Im vergangenen Jahr war eine Übernahmeofferte der DT in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gescheitert. Mehrheitsaktionäre von PTC sind Elektrim und der französische Mischkonzern Vivendi.
"Wir reden immer noch mit Vivendi über einen Vorschlag an die DT [und] wir sind immer noch in Verhandlungen mit der DT", so der größte Elektrim-Aktionär und Aufsichtsratsvorsitzende Zygmunt Solorz.
"Es ist eine Sache von Wochen statt von Monaten." Die DT wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.
Mitte März hatte die DT ihr Interesse an der Übernahme des profitabel wirtschaftenden Mobilfunkanbieters PTC erneut bekräftigt. Einzelheiten zum Verhandlungsstand mit Elektrim und Vivendi wurden nicht genannt.
Expansionspläne der Deutschen T geplatztDruck durch Gläubiger
Der Verkauf von PTC an die DT war bislang vor allem am Widerstand der Gläubiger von Elektrim gescheitert. Dagegen hatte sich Vivendi verkaufsbereit gezeigt. Elektrim hatte sich zudem nicht mit Vivendi über eine Tilgung von Verbindlichkeiten einigen können, die das Gemeinschaftsunternehmen Elektrim Telekomunikacja [ET] Vivendi schuldet. Vivendi ist an ET mit 51 Prozent beteiligt, Elektrim hält die übrigen 49 Prozent. ET wiederum hält mit 51 Prozent die Mehrheit an PTC.
Für Elektrim dürfte der Druck zum Verkauf seiner Anteile an ET beziehungsweise dem indirekt gehaltenen PTC-Anteil zuletzt gestiegen sein.
Eine Reihe von Elektrim-Gläubigern verlangte in der vergangenen Woche die vorzeitige Rückzahlung von Anleihen in Höhe von 440 Millionen Euro, da Elektrim angeblich gegen Vereinbarungen verstoßen habe.
