"Offshoring" für Telekoms
Für Kostensenkungen und Qualitätsverbesserung von Kundendiensten setzen nach Technologie-Unternehmen und Finanzdienstleistern auch Telekoms weltweit auf "Offshoring".
Laut Deloitte Global Technology werden bis 2008 fünf Prozent der 5,5 Millionen Arbeitsplätze der Branche in Niedriglohnländer verlagert. Das entspricht rund 275.000 Arbeitsplätzen.
"Faktoren wie neue Datendienste, verbesserter Kundendienst, schnellere Entwicklung von bahnbrechenden Anwendungen und Services
und die Forderung nach höherer Profitabilität machen Offshoring für viele Betreiber zu einer unvermeidlichen Wachstumsstrategie", heißt es in der Studie.
Minus 70.000 Jobs 2003
Die IT-Branche hat 2003 rund 70.000 Arbeitsplätze eingebüßt. Gut
ausgebildete Software-Entwickler in Ländern wie Indien, China,
Rumänien und Russland verdienen nur ein Drittel des Gehalts eines
deutschen Beschäftigten.
Outsourcing kostet Tausende JobsEstland und Argentinien
Vorrangig werden IT-Services, Callcenter, Buchhaltung und Finanzen, Betrieb und Anwendungsentwicklung ins Ausland verlagert. Beliebtestes Ziel dafür ist immer noch Indien, Länder wie Estland oder Argentinien kommen aber immer häufiger in Frage.
Zu den Risiken von Offshoring zählen neben Sprachbarrieren auch unterschiedliche Gesetzes- und Rechtslagen sowie politische Instabilität, was zu Fehlerquellen und Unwirtschaftlichkeit führen kann.
Deloitte führte die Umfrage unter 42 weltweit führenden Telekommunikations-Unternehmen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk und Kabel durch. Darunter waren zehn der 20 umsatzstärksten
Anbieter weltweit.
