Microsoft: Steve Ballmer verdient zu wenig

SEC-Filing
22.09.2007

Mit 1,3 Millionen Dollar pro Jahr verdiene der Microsoft-Chef Steve Ballmer zu wenig, meint der Software-Konzern.

Im jüngsten Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC gibt der Software-Konzern Microsoft das Gehalt seines Chefs Steve Ballmer per Ende Juni 2007 mit 1,3 Millionen US-Dollar [930.000 Euro] an.

Im Vergleich zu anderen Führungskräften hält Microsofts Gehaltsausschuss Steve Ballmers Gehalt für zu niedrig. Der Ausschuss akzeptiere aber Ballmers Empfehlung, ihn weiterhin so zu entlohnen, ist zu lesen.

Der Konzern ging dabei laut eigenen Angaben von einem durchschnittlichen Gehalt von 1,4 Millionen US-Dollar und 5,5 Millionen US-Dollar Bonus- und Ausgleichszahlungen für Führungskräfte aus.

14 Mio. Dollar Durchschnittsgehalt

Durchschnittlich erhalte ein CEO in anderen vergleichbaren Firmen 13,9 Millionen US-Dollar pro Jahr, erklärt Microsoft. Oracle-Chef Larry Ellison etwa erhält für 2007 61,2 Mio. US-Dollar [43,56 Mio. Euro].

Ballmers 1,3 Millionen teilen sich auf in 620.000 US-Dollar Gehalt und 650.000 US-Dollar Bonus. Für seinen Pensionsvorsorge zahlte Microsoft demnach 6.750 US-Dollar und rund 3.000 US-Dollar für Lebensversicherungen und Mitgliedschaften in Fitnessclubs. Zusätzlich hält Ballmer 4,3 Prozent an Microsoft-Aktien.

Angaben zu Bill Gates' Gehalt finden sich in dem SEC-Filing nicht, außer der Angabe, dass es unter dem von Ballmer liegen soll. Der Microsoft-Gründer hält derzeit 9,3 Prozent an den Firmenaktien.

Aktionäre fordern Menschenrechte ein

Beim jährlichen Treffen der Microsoft-Aktionäre, das am 13. November stattfindet, soll laut SEC-Filing auch über zwei Vorschläge abgestimmt werden.

Einer davon fordert, dass Microsoft seine Geschäftspraktiken in "autoritären" Ländern ändere.

Microsoft solle in Ländern wie China, dem Iran oder Saudi Arabien keine Nutzerdaten speichern, die helfen könnten, einzelne Nutzer zu identifizieren. Auch solle Microsoft solchen Ländern kein Equipment oder Training zur Verfügung stellen.

Der zweite Vorschlag fordert die Einrichtung eines Microsoft-Komitees für Menschenrechte.

Microsoft empfiehlt den Aktionären beiden Vorschläge nicht zuzustimmen, mit Hinweis auf die bisherigen Anstrengungen des Konzerns in dem Bereich.

(AP)