DoubleClick-Übernahme beschäftigt EU
Google ersucht offiziell um Zustimmung
Das US-Internet-Unternehmen Google hat am Freitag nach eigenen Angaben offiziell bei den EU-Wettbewerbsbehörden um die Bewilligung der 3,1 Milliarden Dollar [2,3 Mrd. Euro] schweren Übernahme des Online-Werbevermarkters DoubleClick angesucht.
Google hatte die EU-Wettbewerbsbehörden bereits vor zwei Monaten gebeten, alle Aspekte der Transaktion zu untersuchen.
Fragebögen ausgeschickt
Die Wettbewerbsbehörden hatten daraufhin in einem ungewöhnlichen Schritt damit begonnen, Google-Kunden und -Konkurrenten zur Übernahme des Werbevermarkters zu befragen.
Google hatte Mitte April 2007 angekündigt, DoubleClick kaufen zu wollen. Zuvor hatte auch Google-Konkurrent Microsoft Interesse am Online-Werbevermarkter bekundet.
Kritik von Datenschützern
Die geplante Übernahme des Online-Werbepioniers durch Google hat bereits Datenschützer auf den Plan gerufen. Die US-Organisation Electronic Privacy Information Center [EPIC] legte im April bei der US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission [FTC] Beschwerde gegen den Kauf ein.
Durch den Zusammenschluss beider Firmen würden zu viele Daten über das Nutzungsverhalten der Internet-Kunden in einer Hand vereinigt, machte EPIC in seiner Eingabe geltend. Auch europäische Datenschützer zeigten sich besorgt.
(futurezone | AP)
