Großbritannien warnt Tauschbörsen-User
Nach den USA und Deutschland will jetzt auch die Musikindustrie in Großbritannien verstärkt gegen den illegalen Musik-Download auf P2P-Tauschbörsen vorgehen.
Das British Phonographic Institute [BPI] will in Zukunft über ein Instant-Messaging-Service Warnungen ins Netz posten. Dabei sollen die User nicht nur auf die Illegalität der Downloads und ihre rechtlichen Folgen hingewiesen, sondern auch aufgefordert werden, ihre File-Sharing-Software abzuschalten.
"Es gibt keine Entschuldigung dafür, Musik ohne Erlaubnis herunterzuladen", so Peter Jamieson, Vorsitzender des BPI. Es gebe in Großbritannien Hunderttausende Tracks auf legalen Plattformen und die Anzahl steige wöchentlich.
Zuletzt hatte der britische Popstar George Michael angekündigt, dass er sein vorerst letztes Album "Patience" kostenlos im Internet zur Verfügung stellen will.
George Michael verschenkt Songs im NetzVerkäufe sollen weiter sinken
Einer Studie zufolge laden in Großbritannien rund acht Millionen Leute Musik aus dem Netz, 92 Prozent davon geben sogar zu, das illegal zu tun.
Als Resultat erwartet das BPI, dass die Albumverkäufe heuer im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent, die Single-Verkäufe um 59 Prozent sinken werden.
Das britische Copyright-, Design- und Patentgesetz von 1988 ist gegen File-Sharing anwendbar. Die britische Musikindustrie setzt jährlich rund 7,4 Miliarden Euro um und beschäftigt 126.000 Mitarbeiter.
