Deadline für Biometrie-Pässe wackelt
Die US-Regierung will die Frist zur Erfüllung strikter Auflagen für Reisepässe verlängern.
Außenminister Colin Powell und der Minister für Heimatschutz, Tom Ridge, forderten den Kongress auf, die im Oktober ablaufende Frist um zwei Jahre zu verlängern, teilte der Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch mit.
Erst danach sollen die US-Behörden darauf bestehen, dass neue Pässe biometrische Erkennungsmerkmale enthalten.
Die US-Regierung sei überzeugt, dass kaum ein Land die Frist einhalten könne, erklärte der Sprecher des Außenministeriums zum Vorstoß von Powell und Ridge. Das Gesetz kann aber nur vom Kongress geändert werden.
Biometrie-Deadline für Europas PässeDeadline im Oktober
Der US-Kongress hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein Gesetz verabschiedet, wonach neue Pässe aus den 27 Ländern, deren Einwohner keine US-Visa brauchen, von 26. Oktober an solche Merkmale enthalten müssen. Dazu gehört auch Österreich.
Biometrische Merkmale sind etwa Daten zur Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke. Nach dem Gesetz müssen Reisende mit neuen Pässen vom 26. Oktober an vor der US-Reise ein Visum beantragen.
