25.03.2004

DEUTSCHLAND

"Unterminierung der Demokratie" befürchtet

Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Forderung der CDU nach einem verstärkten Datenaustausch der Sicherheitsbehörden zurückgewiesen:

"Einen gemeinsamen Datenpool, in den alle Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden einfließen, halte ich für sehr problematisch", sagte Schaar dem "Münchner Merkur".

"Unterminierung der Demokratie"

Schaar warnte vor überzogenen Reaktionen auf die Terrorgefahr: "Die Terroristen haben das Ziel, unsere Demokratie zu unterminieren. Wir sollten ihnen nicht den Gefallen tun, diese Arbeit für sie zu erledigen."

Die bestehenden Gesetze stünden der Terrorabwehr nicht im Wege. Mit der Gesetzeslage durchaus vereinbar sei der geforderte Informationsaustausch der Inlandsgeheimdienste.

"Gegen eine intensivere Kooperation der Verfassungsschutz-Behörden in Bund und Ländern habe ich keine datenschutzrechtlichen Bedenken", sagte Schaar.