Verschnaufpause für KaZaA in Australien
In der Auseinandersetzung mit der australischen Musikindustrie hat KaZaA eine Verschnaufpause erhalten.
Bundesrichter Murray Wilcox hat entschieden, dass die bei Hausdurchsuchungen im Februar gefundenen Dokumente und Files vorerst geordnet werden müssen, bevor sie zugänglich gemacht werden.
Wilcox will das Material bis Mai zurückhalten. Er kritisierte die Art der Hausdurchsuchungen: "Das ist nicht mit genügender Sorgfalt passiert. Es war ein ziemliches Durcheinander." Zuerst sollten die Materialien nach Tatbeständen geordnet werden und auch danach, ob das Material für die Erhebungen überhaupt relevant sei.
Die australische Musikindustrie hatte im Februar Hausdurchsuchungen bei der in Sydney ansässigen KaZaA-Zentrale sowie in den Wohnungen von verschiedenen KaZaA-Managern erwirkt.
Ein von KaZaA-Eigentümer Sharman Networks erhobener Einspruch gegen die Hausdurchsuchungen wurde abgelehnt. Diese seien notwendig gewesen, damit die Musikindustrie Momentaufnahmen darüber machen könne, wie das Tauschbörsen-System im täglichen Betrieb arbeite.
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