24.03.2004

KLEINKRIMINELL

26.000 Handys in Österreich entwendet

Handys sind nicht nur alltägliche Gebrauchsgegenstände - die Mobiltelefone zählen auch zu den am häufigsten gestohlenen Objekten der Kleinkriminalität.

Im Jahr 2003 wurden österreichweit nicht weniger als 26.000 Handys entwendet. Mit anderen Worten: In Österreich wird im Schnitt alle 20 Minuten ein Mobiltelefon gestohlen. Dazu kamen im vergangenen Jahr noch mehr als 400 Fälle von "Handy-Raub". Diese Zahlen publizierte das Innenministerium jetzt in der Fachzeitschrift "Öffentliche Sicherheit".

Diebstahl vor allem in Gaststätten

Die Erfahrungen zeigen, dass Handys gestohlen werden, wo immer sich die Möglichkeit dafür bietet. 25 Prozent aller Handy-Diebstähle ereignen sich aber in Gaststätten, etwa, wenn jemand unvorsichtigerweise sein Handy in der Mantel- oder Rocktasche verwahrt und das Kleidungsstück irgendwo deponiert - sei es an der Garderobenwand oder über der Sessellehne.

Gefährlich ist es auch, das Mobiltelefon im Restaurant neben sich auf den Tisch zu legen. "Man konzentriert sich aufs Essen, liest vielleicht die Zeitung, und schon ist das Handy weg", berichteten beispielsweise Kriminalisten der Linzer Polizei aus der Praxis.

Handyschwund am Skilift

Im Winter werden häufig Skifahrer um ihre Handys "erleichtert", während sie beim Lift warten. Im Sommer sind die Handydiebe mit Vorliebe - und mit "Erfolg" - in öffentlichen Bädern unterwegs, warnen die Sicherheitsexperten.

Ein weiterer Trend ist zu beobachten, heißt es in der Fachzeitschrift: "Immer öfter werden Mobiltelefone in Schulen gestohlen, allein zwischen November und Weihnachten vergangenen Jahres in über 150 Fällen."