Opera-Browser hört und spricht
Opera hat einen Browser entwickelt, der es dem User erlaubt, über Sprache mit ihm zu kommunizieren.
Mit IBMs ViaVoice-Technologie ausgestattet, soll der Browser nach den Wünschen des Users fragen und zuhören können.
Indem man vorab eine Liste von Wörtern in ein Mikrofon spricht, lernt die Software die Stimme und den Akzent kennen. Von "normaler" Konversation ist das Programm aber noch weit entfernt.
Sprechen darf man nur, wenn man von der Software durch einen Piepston dazu aufgefordert wird. Einfache Befehle wie "Pizza bestellen" sollen aber kein Problem sein.
Die moderne Sprachtechnologie hat mittlerweile viele Kinderkrankheiten hinter sich gelassen. Im letzten Jahr trieb nicht die Softwareindustrie, sondern vor allem die Auto- und die Mobilfunkbranche die Entwicklung neuer Anwendungen voran.
Spracherkennung in Auto und HandyKünftig auch für Linux und Symbian
Vorerst soll die Software nur in englischer Sprache für Windows auf den Markt kommen, weitere Versionen für Linux und Symbian sollen folgen. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum wurde nicht bekannt gegeben.
Neben einem natürlicheren Umgang mit dem Computer sieht Opera in der Spracherkennungs-Browser-Software vor allem eine Chance für Leute, die physisch nicht im Stande sind, eine Tastatur zu bedienen.
Obwohl seine Verwendung im Vergleich zu Internet Explorer und Netscape gering ist, gilt Opera als der drittgrößte Browser im Netz. Wegen seiner Geschwindigkeit und geringen Speicherverbrauchs hat er sich vor allem bei Mobiltelefonen und Handhelds etabliert.
Zusammenarbeit mit Motorola
Zu Beginn des Jahres haben Opera und
Motorolas Global Software Group [GSG] die gemeinsame Vermarktung eines HTML-Browsers für Handys bekannt gegeben. Operas HTML-Browser-Software soll in GSGs WAP Stack integriert werden.
Opera-Browser für Motorola-HandysBörsengang 2004
Erst Anfang Februar hat Opera seinen Börsengang angekündigt. Dieser ist auf überraschend breites Interesse gestoßen.
Wie das Unternehmen mitteilte, waren bei Ablauf der Zeichnungsfrist Anfang März elf Millionen Aktien für insgesamt 125 Millionen Kronen [14,4 Mio. Euro] gezeichnet.
Das habe die eigenen Erwartungen bei weitem übertroffen, sagte Finanzchef Christian Jebsen zur Erstnotierung der Opera-Aktie an der Osloer Börse.
Starke Nachfrage nach Opera-Aktien
