Google wurde angeblich erpresst
Laut einem Pressebericht hat ein kalifornischer Programmierer versucht, die Suchmaschine Google zu erpressen:
Er forderte nach einem Bericht des "Wall Street Journal" 100.000 USD und drohte das Werbeprogramm des Unternehmens mit einer von ihm entwickelten Software zum Erliegen zu bringen und dadurch einen Schaden von mehreren Mio. USD zu verursachen.
Der erste Kontakt mit Google soll demnach bereits am 2. März stattgefunden haben. Am 10. März traf sich der Erpresser dann mit Technikern des Unternehmens, um sein Programm zu erklären.
Dabei soll er für die Software 100.000 USD gefordert haben. Bei Nichtzahlung werde er es an die 100 berüchtigtsten Spammer verkaufen. Dadurch könnte Google ein Schaden von fünf Mio. USD innerhalb von nur sechs Monaten erwachsen. Die Software generiert angeblich automatisch Klicks auf die auf anderen Websites geschalteten Google-Werbeanzeigen, die das Unternehmen pro Klick entlohnt.
Google verschiebt BörsengangNur ein kostenpflichtiger Hinweis
Bereits am vergangenen Donnerstag wurde der Erpresser vom Secret Service festgenommen. Nach Angaben des "Wall Street Journal" endete die erste Anhörung am Freitag damit, dass der Programmierer gegen eine Kaution von 50.000 USD und zahlreiche Auflagen freikam.
Der Prozessbeginn ist auf den 8. April festgelegt. Der Programmierer bestreitet unterdessen die Vorwürfe. Er habe lediglich versucht, Google bei der Entdeckung von Schwachstellen zu helfen, und dafür eine Entlohnung verlangt.
