Neuer Großinvestor bei Global Crossing
Der mexikanische Unternehmer und Investor Carlos Slim und seine Familie haben 9,1 Prozent der Stammaktien des US-Telekommunikationsunternehmens Global Crossing erworben. Das Paket entspricht fünf Prozent des gesamten Aktienkapitals.
Global Crossing sah in dem Investment Slims einen Vertrauensbeweis für die Zukunft der Gesellschaft. Die Mehrheitsbeteiligung der ST Telemedia [Singapur] an Global Crossing sei nicht betroffen.
Global Crossing verfügt über ein weltweites Breitbandnetz, das von Unternehmen und Telekomgesellschaften genutzt wird. Das Unternehmen war kürzlich aus einem längeren Insolvenzverfahren heraus gekommen.
Slim hat nach Darstellung des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" ein Vermögen von 13,9 Milliarden USD [11,25 Mrd. Euro] und soll damit der reichste Lateinamerikaner sein. Er ist an zahlreichen lateinamerikanischen Telekom- und Mobilfunkfirmen sowie an zahlreichen anderen Unternehmen beteiligt.
Carlos Slim auf der Forbes-Liste der ReichstenFast-Insolvenz
Der US-Telekommunikationskonzern ist wie im Dezember 2003 knapp dem zweitgrößten Telekom-Insolvenzverfahren in der Geschichte der USA entronnen.
Die Singapore Technologies Telemedia hatte für 250 Mio. USD eine 61,5-prozentige Beteiligung an Global Crossing übernommen. Die Restanteile erhielten Global-Crossing-Gläubiger.
Die ehemaligen Aktionäre gingen unterdessen leer aus. Ihre Papiere hatten auf dem Höhepunkt der Telekom- und Internet-Spekulationen einen Gesamtwert von rund 50 Mrd. USD.
