Flexible Halbleiter günstiger herstellen
IBM-Forscher haben ein neues Verfahren für die Herstellung günstiger, flexibler Halbleiter entwickelt. Das berichetet das "Wall Street Journal".
Bei diesem Verfahren werden flexible Stoffe mit einem halbleitenden Film bestrichen, ähnlich einem Printverfahren beim Zeitungsdruck.
Diese flexiblen Halbleiter könnten für Computerdisplays, Solarzellen und weitere Alltagsgegenstände verwendet werden.
Das Freiburger Fraunhofer-Institut hatte bereits Anfang 2003 ein Verfahren zum "Aufpinseln" von Solarzellen entwickelt. Die flexiblen Solarzellen könnten etwa in "funktionale Kleidung" integriert werden.
Solarzellen zum "Aufpinseln"Laut einem im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Bericht der Forscher haben diese einen neuen Weg gefunden, wie sie halbleitende Materialien in Flüssigkeit auflösen können, ohne deren elektrische Leitfähigkeit zu stark zu verringern.
Dafür wurden so genannte Chalkogenide verwendet, die in Hydrazin aufgelöst wurden. Die dabei entstandene Verbindung wurde anschließend auf rotierende Wafer gestrichen.
Als nächsten Schritt wolle man einen Ersatz für das giftige Lösungsmittel Hydrazin finden und die Herstellungskosten weiter minimieren, indem die Chemikalien nicht im Rotationsprinzip, sondern über ein Rollendruckverfahren eingesetzt werden.
Der Bericht des Forschungsteams bei "Nature"
