OOXML-Abstimmung unter Beschuss

FSFE
13.09.2007

Abstimmungsgruppen "künstlich aufgeblasen"

Die Free Software Foundation Europe [FSFE] will den Abstimmungsprozess der International Organization for Standardization [ISO] rund um das von Microsoft geschaffene Dateiformat Office Open XML [OOXML] näher untersuchen.

Man habe "erhebliche Unregelmäßigkeiten" bei der Handhabung des Prozesses durch die nationalen Standardisierungsgremien festgestellt. Diese würden das "künstliche Aufblasen von Abstimmungsgruppen und Interessenkonflikte der Abstimmenden" einschließen.

Laut FSFE wurden Bedenken in diesen Gruppen ignoriert oder die rechtlichen Belange von Microsofts "Offenem Spezifikationsversprechen" nicht ausreichend berücksichtigt.

In der Schweiz haben die FSFE und die Schweizer Internet User Group [SIUG] formal Einwände zu den nationalen Standardisierungsgremien eingelegt.

Am 4. September erlitt OOXML im "Fast Track"-Verfahren, das zur Standardisierung des Formats führen sollte, eine herbe Niederlage.