Alcatel-Lucent kämpft mit Fusion
Aktie fiel nach gesenkter Umsatzprogrnose
Neun Monate nach der Fusion zum Weltmarktführer der Kommunikationstechnik steckt Alcatel-Lucent weiter in der Krise.
Der französisch-amerikanische Konzern korrigierte seine Wachstumsprognose für 2007 von fünf Prozent auf annähernd null. Für das dritte Quartal werde nur ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erwartet.
US-Mobilfunker wollen weniger investieren
Vorangegangen waren Gespräche mit US-Mobilfunkkonzernen. Diese hätten ergeben, dass die Unternehmen weniger investieren wollten, teilte Alcatel-Lucent am Donnerstag in Paris mit. Die Aktie brach daraufhin um 10,2 Prozent auf 6,51 Euro ein. Das Jahreshoch war Mitte Jänner bei 11,86 Euro gelegen.
Die erwarteten Synergien aus der Fusion in Höhe von 600 Millionen Euro vor Steuern im laufenden Jahr würden erreicht, versicherte Alcatel-Lucent. Allerdings könne der Konzern angesichts des harten Wettbewerbs die Marge nicht verbessern.
Jetzt will Alcatel-Lucent eine schärfere Gangart bei der Umstrukturierung und Kostensenkung einlegen.
Im zweiten Quartal hatte die Gesellschaft einen Verlust von 336 Millionen Euro geschrieben, den Vorstandschefin Patricia Russo mit Belastungen aus der Fusion von Alcatel und Lucent begründet hatte.
(dpa)
