IBM-Mitarbeiterproteste in "Second Life"

Gewerkschaft
12.09.2007

Demonstrationen gegen Lohnkürzungen

Nach Lohnkürzungen sind Mitarbeiter des US-Computerkonzerns IBM in Italien zur angeblich ersten gewerkschaftlich organisierten Demonstration in der virtuellen Welt von "Second Life" aufgerufen.

Gewinnbeteiligung gestrichen

IBM habe den Beschäftigten jüngst die Gewinnbeteiligung in Italien gestrichen, was Verluste von durchschnittlich tausend Euro im Jahr bedeute, sagte Christine Revkin von der internationalen Gewerkschaftsinitiative Union Network International [UNI] am Mittwoch im schweizerischen Nyon.

Stattfinden soll der Protest zwischen dem 17. und dem 30. September. Der Tag wird laut UNI 24 Stunden vorher bekannt gegeben.

Virtuelles Streikset

An dem Protest sollten nicht nur IBM-Mitarbeiter aus Italien, sondern Beschäftigte des Konzerns aus allen Teilen der Welt teilnehmen, sagte Revkin weiter.

"Ab Mittwoch können sich unsere Sympathisanten in unser UNI-Haus auf 'Second Life' begeben, um dort ein virtuelles Streikset zu bekommen", sagte Revkin. Darin enthalten seien T-Shirts für den Avatar, Transparente und Slogans für die Internet-Demo.

Auf der Ars Electronica in Linz, die am Dienstag zu Ende ging, war "Second Life" allgegenwärtig. ORF.at hat Robin Harper, Vizepräsidentin des "Second Life"-Betreibers Linden Lab, über die Zukunft der Online-Welt befragt:

(AFP)