WLAN als Konkurrenz zu 3G
Kommenden Donnerstag startet in Hannover die Computermesse CeBIT. Schwerpunkte sind weiterhin "mobiles Arbeiten", Breitband-Internet, UMTS, drahtlose lokale Netzwerke [WLAN] sowie Unterhaltungselektronik wie Flachbild-Fernseher, Soundsysteme, DVD-Recorder und digitale Fotografie.
Für heiße Diskussion könnte dabei das Thema WLAN versus UMTS sorgen. Handyhersteller Nokia hatte bei der Mobilfunkmesse 3GSM in Cannes damit aufhorchen lassen, dass sein neuer Communicator 9500 zwar WLAN- aber nicht UMTS-tauglich sein wird.
Auf der CeBIT sind nun erste Handys zu sehen, die Sprachtelefonate mittels Voice over Internet Protocol [VoIP] ermöglichen.
WLAN schneller als UMTS
Um ein Vielfaches schneller wird WLAN nun auch für
Sprachtelefonie aufgerüstet - und nimmt damit UMTS einen weiteren
Vorteil ab. Mit Übertragungsraten zwischen elf und 54 Megabit pro
Sekunde sind die Funknetze 30 bis 160 mal schneller als UMTS. Bisher
waren die Funknetze jedoch auf Datenübertragung beschränkt.
Nokia stellt neuen Communicator vorStolpersteine
Als kompletter UMTS-Ersatz wird WLAN jedoch nicht dienen können. Hotspots sind derzeit nur in Ballungszentren, dort vor allem in Bahnhöfen, Flughäfen und Hotels, und einzelnen Handelsketten anzutreffen.
Weiterer Stolperstein ist derzeit noch die Abrechnung bzw. das Roaming zwischen den verschiedenen Netzen. Auch die weitere Preisgestaltung der einzelnen Dienste dürfte am Erfolg der Technologien deutlichen Einfluss haben. Jene Anbieter, die sowohl WLAN als auch UMTS im Angebot haben, werden auf jeden Fall profitieren.
In der Branche wird jedenfalls schon an der nächsten Technologie gearbeitet. Worldwide Interoperability for Microwave Access [WiMAX] auf Basis des Funkstandards 802.16a soll zur Anbindung an Telekommunikationsnetze über mittlere Distanzen dienen.
Das Projekt wird derzeit unter der Führung von Intel von 67 Firmen vorangetrieben. Sie wollen WiMAX-fähige Chips ab 2006 in jedes Notebook einbauen.
WiMAX
