14.03.2004

SIE KOMMEN

Robots für die Konsumgesellschaft

In den letzten Wochen mehren sich die Meldungen über neue Entwicklungen sowie die Forschung in der Robotertechnik.

Dabei wurden vor allem Helfer für den täglichen Alltag wie "Waschmaschinen" für Senioren oder Wach-Bots als Anwendungen der Zukunft propagiert.

Neben den Firmen setzen sich auch immer mehr Regierungen für Roboter und deren Entwicklung ein. Das japanische Handelsministerium will bei der Weltausstellung nächstes Jahr die Leistung der Industrie des Landes auf diesem Gebiet unter Beweis stellen.

Die Regierung will dabei die 50 besten Roboter vorstellen. Die Bots müssen dafür herrausragende Eigenschaften besitzen, wie die Fertigkeit in mehreren Sprachen kommunizieren zu können, den sicheren Transport von Personen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sowie Sicherheitsaufgaben.

Ein Roboter-Orchester

Laut Plan sollen acht Roboter bei der Messe als Führer eingesetzt werden, neun sollen als Hausmeister arbeiten, 15 als Unterhaltung für Kinder und 20 Rollstuhl-Bots sollen körperbehinderte Menschen auf der Messe herumfahren.

Der japanische Hersteller Toyota plant für Weltausstellung sogar eine eigene Roboterband, die in einer seiner Fertigungsstätten spielen soll. Als erstes mögliches Mitglied hat Toyota dazu diese Woche einen Trompete-blasenden Roboter vorgestellt.

Als Dirigent einer solchen Truppe könnte der zweibeinige Roboter Qrio von Sony fungieren. Der Bot hat Anfang der Woche das Tokyo Philharmonic Orchestra angeführt, bei den Proben für Beethovens Fünfte Symphonie.

Militärische Nutzung

Neben der kommerziellen Anwendung sollen Roboter auch auf dem militärischen Sektor Anwendung finden. Autonome Drohnen kamen bereits im Irak-Krieg zum Einsatz.

Als eines der größten Projekt auf dem Gebiet der Roboterforschung kann das gestrige Roboter-Rennen in der Mojave-Wüste gewertet werden. Finanziert wurde es von der DARPA, der Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums.

Neben solchen Projekten investiert die US-Regierung auch direkt in Forschungszentren, die sich auf die Entwicklung von vollständig autonomen Landfahrzeugen, Booten oder Flugzeugen konzentrieren.

In den letzten Jahren ist allein an der Carnegie Mellon Universität der Etat für das Robotics Institut um die Hälfte gestiegen, der Großteil davon kommt vom Militär, so Direktor Chuck Thorpe.