Robots für die Konsumgesellschaft
In den letzten Wochen mehren sich die Meldungen über neue Entwicklungen sowie die Forschung in der Robotertechnik.
Dabei wurden vor allem Helfer für den täglichen Alltag wie "Waschmaschinen" für Senioren oder Wach-Bots als Anwendungen der Zukunft propagiert.
Neben den Firmen setzen sich auch immer mehr Regierungen für Roboter und deren Entwicklung ein. Das japanische Handelsministerium will bei der Weltausstellung nächstes Jahr die Leistung der Industrie des Landes auf diesem Gebiet unter Beweis stellen.
Die Regierung will dabei die 50 besten Roboter vorstellen. Die Bots müssen dafür herrausragende Eigenschaften besitzen, wie die Fertigkeit in mehreren Sprachen kommunizieren zu können, den sicheren Transport von Personen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sowie Sicherheitsaufgaben.
Ab 2006 sollen die Roboter dann auch im täglichen Einsatz stehen. Bis 2010 sollen Roboter in die Gesellschaft integriert sein. Für 2004 wurden für das Projekt 3,1 Milliarden Yen [22,81 Mio. Euro] bereitgestellt. Damit soll die Roboterindustrie zu einer Schlüsselindustrie für die japanische Wirtschaft werden.
"Personal Robots" auf dem VormarschEin Roboter-Orchester
Laut Plan sollen acht Roboter bei der Messe als Führer eingesetzt werden, neun sollen als Hausmeister arbeiten, 15 als Unterhaltung für Kinder und 20 Rollstuhl-Bots sollen körperbehinderte Menschen auf der Messe herumfahren.
Der japanische Hersteller Toyota plant für Weltausstellung sogar eine eigene Roboterband, die in einer seiner Fertigungsstätten spielen soll. Als erstes mögliches Mitglied hat Toyota dazu diese Woche einen Trompete-blasenden Roboter vorgestellt.
Als Dirigent einer solchen Truppe könnte der zweibeinige Roboter Qrio von Sony fungieren. Der Bot hat Anfang der Woche das Tokyo Philharmonic Orchestra angeführt, bei den Proben für Beethovens Fünfte Symphonie.
Sony plant laut einem Bericht der Tageszeitung "Asahi Shimbun" bis Juni dieses Jahres die Errichtung eines eigenen Forschungslabor für die Entwicklung von intelligenten Robotern. Dafür sollen bis zu 20 Mitarbeiter von Universitäten aus der Roboter- und Hirnforschung verpflichtet werden.
Toyota-Roboter spielt TrompeteMilitärische Nutzung
Neben der kommerziellen Anwendung sollen Roboter auch auf dem militärischen Sektor Anwendung finden. Autonome Drohnen kamen bereits im Irak-Krieg zum Einsatz.
Als eines der größten Projekt auf dem Gebiet der Roboterforschung kann das gestrige Roboter-Rennen in der Mojave-Wüste gewertet werden. Finanziert wurde es von der DARPA, der Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums.
Neben solchen Projekten investiert die US-Regierung auch direkt in Forschungszentren, die sich auf die Entwicklung von vollständig autonomen Landfahrzeugen, Booten oder Flugzeugen konzentrieren.
In den letzten Jahren ist allein an der Carnegie Mellon Universität der Etat für das Robotics Institut um die Hälfte gestiegen, der Großteil davon kommt vom Militär, so Direktor Chuck Thorpe.
Die Universitäten, aber auch Firmen und die US-Regierung messen sich jährlich in verschiedenen Wettbewerben. Die Aerial Robotics Competition findet im Juli in Georgia statt. Missionen sind dabei die Auffindung von Menschen in Seenot, Notfallmaßnahmen in Fall einer atomaren Katastrophe sowie der Ausbruch einer Ebola-Abart. Alle Aufgaben, wie die Lokalisation und Navigation, müssen völlig autonom bewältigt werden.
Aerial Robotics CompetitionDer zwölfte Wettbewerb für die Landfahrzeuge findet von 12. bis 14. Juni in Oakland statt, jener für Unterwasservehikel von 28. Juli bis 1. August in sAn Diegao [Kalifornien].
Die Bewerbe
