Schweizer IFPI kämpft mit Umsatzrückgang
Nach Deutschland und den USA beklagt nun auch die Schweizer Musikindustrie Umsatzeinbrüche, die sie auf den illegalen Download aus dem Netz zurückführt.
Die Umsätze mit Tonträgern sanken laut Angaben 2003 um 15,5 Prozent auf rund 160 Millionen Euro. Die Anzahl der verkauften CDs verringerte sich um 13 Prozent auf 16,7 Millionen Stück, das entspricht dem Stand von 1989.
Der Branchenverband IFPI Schweiz, der 90 Prozent des Schweizer Tonträger-Markts umfasst, will deshalb auch verstärkt dagegen ankämpfen.
Eine Chance sieht man in legalen Internet- Plattformen, wo die User für Musik bezahlen.
Nach erfolgreichen Klagen in den USA hat auch die europäische Musikindustrie vor, Tauschbörsenuser zu verklagen. "Das sind keine Kunden von uns, die wir mit diesem harten Vorgehen vergraulen - diese Leute stehlen unsere Musik", so IFPI-Präsident Jason Berman.
Musikindustrie klagt auch in EuropaHärtere Gesetze
Beat Högger von der IFPI Schweiz betont: "Wer an einer Tauschbörse Werke anbietet, ohne der Rechteinhaber zu sein, macht sich strafbar." Es sei wichtig, die Bevölkerung zu sensibilisieren, dass Musik nicht einfach gratis sei.
Eine weitere Möglichkeit, um den Umsatzrückgang in der Plattenindustrie zu stoppen, sieht er in einer Gesetzesrevision, die das Aushebeln des CD-Kopierschutzes unter Strafe stellt.
