PC-Konzern entlässt bis zu 20 Prozent
Der chinesische PC-Konzern Legend will massiv Kosten sparen und plant dazu die Entlassung von bis zu 20 Prozent seiner Belegschaft.
Nach einem Bericht von sohu.com will der Konzern, der international vor allem unter seinem neuen Markennamen Lenovo auftritt, seine Unternehmensstruktur umbauen und zumindest fünf Prozent der Mitarbeiter entlassen. Derzeit beschäftigt Legend rund 13.000 Mitarbeiter.
Legend hat im vergangenen Quartal seine Wachstumsziele klar verfehlt und seinen Umsatz im Jahresquartal nur um 17 Prozent auf 6,6 Mrd. Hongkong Dollar [690 Mio. Euro] steigern können. Im selben Zeitraum stieg der Nettogewinn gerade noch um 2,3 Prozent auf 325 Mio. HKD [34 Mio. Euro].
LegendDynamik lässt nach
Diese Zahlen für 2003 stehen im krassen Gegensatz zu den Wachstumsraten, die der Konzern etwa in den Jahren 2000 und 2001 erzielt hat. Damit konnte Legend jährlich um rund 50 Prozent zulegen.
Die magereren Zuwächse werden von Beobachtern vor allem auf Chinas Marktöffnung für ausländische Anbieter zurückgeführt. So haben Produzenten wie Hewlett-Packard und Dell in China Fuß fassen können. Dell hat etwa nach Erhebungen der Marktforschungsgruppe IDC seinen Marktanteil in den vergangenen beiden Jahren auf sieben Prozent verdoppeln können, während Legend bei 27 Prozent stagnierte.
Die Chinesen versuchen nun andere Vertriebswege zu erschließen und wollen ihre Unternehmensstruktur umstellen: So soll der chinesische Markt künftig in vier statt bisher sieben Zonen aufgeteilt werden. Darüber hinaus sollen Hierarchieebenen im Management eingespart werden.
