Lizenzgebühren-Streit um Apple
Die französische "Societe des Auteurs, Compositeurs et Editeurs de Musique" [SACEM] hat am Mittwoch gedroht, Apple in einem Streit um verlorene Lizenzgebühren vor Gericht zu bringen.
Grund für den Disput: Seit Juli 2002 wird in Frankreich auf den Verkauf von CD-Rohlingen, Tapes und Festplatten eine Gebühr eingehoben, die an Musiker und andere Rechteinhaber geht, die wegen Musikpiraterie Geld verlieren.
SACEM beschuldigt Apple nun, die Zahlung dieser Gebühr für iPod-Player, die bauartbedingt über eine Festplatte verfügen, zu verweigern. Von Apple gab es dazu keine Stellungnahme.
Erst vor kurzem wurde der iPod mini, ein MP3-Player in mehreren verschiedenen Farben, auf den Markt gebracht. Anfang März - nach nur zwei Wochen auf dem Markt - war der Player schon wieder ausverkauft. Hersteller Apple kommt mit der Produktion nicht nach - es bestehe aber keine Teileknappheit, ließ das Unternehmen ausrichten.
IPod mini ist ausverkauftRund 20 Euro pro iPod
Die Gebühr für den iPod in der besten Ausstattungsvariante, der im französischen Kaufhaus FNAC rund 550 Euro kostet, würde rund 20 Euro betragen. SACEM schätzt, dass Apple im vergangenen Jahr 20.000 iPods verkauft hat.
2003 beliefen sich in Frankreich die zu Gunsten von Künstlern eingehobenen Gebühren auf Festplatten und leere Tonträger auf 185 Millionen USD.
