10.03.2004

2003

T-Mobile Austria steigert Ergebnis

Anlässlich der Veröffentlichung der Deutsche-Telekom-Zahlen wurden auch die aktuellen Daten der österreichischen Mobilfunktochter T-Mobile Austria präsentiert.

Österreichs zweitgrößter Mobilfunkbetreiber hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 ein Umsatz- und Ergebnisplus erzielt.

Die Zahl der T-Mobile-Handykunden ging auf dem heiß umkämpften heimischen Mobilfunkmarkt allerdings leicht um 5.000 auf 2,03 Mio. User zurück, wobei der Anteil der Vertragskunden auf 47 Prozent stieg.

2004 will T-Mobile den Geschäftskundenanteil ausbauen, die Datenumsätze mit Multimedia-Produkten weiter ankurbeln und das Sprachgeschäft weiter forcieren, kündigte T-Mobile-Austria-Chef Georg Pölzl am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz an.

ARPU auf 35 Euro gewachsen

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erhöhte sich um 9,7 Prozent auf 340 Mio. Euro, im Kerngeschäft von 318,4 auf 350,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag in der Gruppe bei 31 Prozent, ohne Niedermeyer bei 37,5 Prozent.

Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde [ARPU] wuchs von 34 auf 35 Euro, der Datenanteil am ARPU stieg auf 10,1 Prozent. Der Datenumsatz erhöhte sich insgesamt um 22,1 Prozent auf 85,6 Mio. Euro. Umsatztreiber im Datenbereich seien vor allem Downloads von Klingeltönen und Musikstücken, künftig seien hier aber noch "gewaltige Steigerungsraten" zu erwarten, meint Pölzl.

Weitere Zuwächse erwartet T-Mobile auch bei SMS und MMS. 2003 wurden im T-Mobile-Austria-Netz 500 Mio. SMS und 870.000 MMS verschickt, täglich verwenden etwa 400.000 Kunden die mobile Datentechnologie GPRS.

Warten auf Durchbruch der Datendienste

Dass der Durchbruch von Datendiensten insgesamt noch auf sich warten lässt, führt Pölzl weniger auf zu hohe Tarife zurück als vielmehr darauf, dass die "Einfachheit und Zugänglichkeit" noch zu wünschen übrig lasse. Auch die WLAN-Nutzung stehe noch am Anfang. T-Mobile hat kürzlich den österreichischen WLAN-Anbieter metronet gekauft.

Der T-Mobile-Marktanteil auf dem Gesamtmarkt der 6,6 Mio. österreichischen Mobilfunkkunden ging von 32 auf 31 Prozent zurück. Der Marktanteil der mobilkom liegt laut T-Mobile-Schätzungen bei 41 Prozent, von One bei 19 Prozent und von tele.ring bei acht Prozent.