EU-Kommission befragt Google-Kunden

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06.09.2007

Prüfung der DoubleClick-Übernahme

In einem ungewöhnlichen Schritt hat die EU-Kommission Kunden des Internetkonzerns Google zu dessen Übernahme des Online-Werbeunternehmens DoubleClick befragt.

Wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag mitteilten, will die EU-Kommission die Meinung der Google-Kunden einholen, bevor sie die Übernahme des Internet-Werbeanbieters durch den Branchen-Riesen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar offiziell genehmigt. Google hatte Mitte April 2007 angekündigt, DoubleClick kaufen zu wollen.

Google bleibt gelassen

Die Kommission habe diese Untersuchung veranlasst, weil es sich um eine ungewöhnlich komplexe und umstrittene Fusion handele, hieß es. Google befürwortete den Schritt. Das Unternehmen teilte mit, es sei gut, die Meinung der Kunden einzuholen und den Konkurrenzkampf zu schüren. "Die EU-Kommission kann mit so vielen unserer Kunden sprechen, wie sie möchte", sagte eine Google-Sprecherin am Donnerstag.

Normalerweise wird ein entsprechender Fragebogen erst nach einem Zusammenschluss von Firmen an Kunden verschickt. Die EU gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

(Reuters)