Wahl der Überwacher 2007 gestartet
Die österreichischen Big Brother Awards gehen in eine neue Runde. Wie jedes Jahr werden die schlimmsten Datenschutzverletzungen ausgezeichnet.
Im Rahmen der Ars Electronica ist der offizielle Startschuss für das Jahr 2007 im Rennen um die unliebsame Trophäe gefallen, die weltweit an Personen, Firmen und Institutionen vergeben wird, die sich in puncto Überwachung und Missachtung des Datenschutzes besonders hervortun.
Erstmals kann in diesem Jahr neben dem Online-Formular auch direkt an der Urne in einer Wahlkabine auf der Ars Electronica abgestimmt werden. Sowohl online als auch mittels Wahlkarte kann entweder für einen Vertreter aus einer von den Organisatoren erstellten Liste oder für eigene Nennungen abgestimmt werden.
"Wir gehen den freien Nennungen nach, und wenn sich der Verdacht der Überwachung oder Bevormundung bestätigt, fließen auch diese in unsere Nominees mit ein", so einer der Hauptorganisatoren, Christian Jeitler von der Datenschutzorganisation quintessenz.
Vergeben werden die Big Brother Awards Austria am 25. Oktober im Wiener Rabenhof Theater. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Die Negativ-Auszeichnung wird mittlerweile rund um den Erdball verliehen. In diesem Frühjahr wurden im kanadischen Montreal die ersten internationalen Big Brother Awards vergeben.
Rückblick auf vergangene acht Jahre
Neben der Urnenwahl gibt es auf der Ars Electronica auch eine Ausstellung über die vergangenen acht Jahre Big Brother Awards in Österreich.
Zu sehen sind unter anderem die Trophäen der ersten Jahre sowie TV-Beiträge und Nominees der vergangenen Awards. Den Höhepunkt bildet schließlich am Samstag ein Rückblick auf die vergangenen acht Jahre - inklusive Auswirkungen der Datenschutzverletzungen auf das Leben der Bürger und Präsentation der schlimmsten Fälle.
(pte.at)
