T-Mobile: Sparkurs statt Übernahmen
T-Mobile Österreich will nach der Übernahme von tele.ring nicht mehr weiter zukaufen, dafür aber Mitarbeiter einsparen.
Der Chef der Nummer zwei auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt, Robert Chvatal, hat am Dienstag eine Übernahme eines weiteren Konkurrenten ausgeschlossen.
"Wir haben schon unseren Beitrag zur Konsolidierung des österreichischen Marktes geleistet. Wir sind zufrieden und haben keine weiteren Pläne", sagte Chvatal im Ö1-Mittagsjournal.
Abbau von Mitarbeitern
Dennoch geht er nach wie vor davon aus, dass in Österreich längerfristig nur "drei Mobilfunknetze und drei internationale Marken" überleben werden.
Bekräftigt hat Chvatal Pläne zum Abbau weiterer Mitarbeiter. T-Mobile in der Slowakei, die er zuvor geleitet hatte, sei beispielsweise "bei der Mitarbeiterzahl etwas schlanker", räumte Chvatal ein.
Nach bisherigen Angaben soll die Zahl der Mitarbeiter [Vollzeitäquivalente] von zuletzt 1.753 bis Jahresende auf 1.714 reduzieren und bis 2009 weiter auf 1.600 sinken.
Vorerst will T-Mobile den Personalabbau aber durch "natürliche Fluktuation" - ohne Kündigungen - bewältigen. "Das ist jetzt der Plan. Wir werden sehen, wo wir im nächsten Jahr stehen", so der T-Mobile-Österreich-Chef.
Schon nach seinem Antritt im Mai hatte der neue T-Mobile-Chef erklärt, dass er eine Fusion von One und "3" [Hutchison] erwarte. Der Hutchison-Österreich-Chef Berthold Thoma hat einen Verkauf seines Unternehmens indes dezidiert ausgeschlossen.
One war erst vor kurzem von einem Konsortium aus der France-Telecom-Tochter Orange und einem Finanzinvestor übernommen worden.
(APA)
