Napster liegt Bertelsmann auf der Tasche
Gewinn sinkt auf 51 Millionen Euro
Der kostspielige Rechtsstreit um die ehemalige Gratis-Musiktauschbörse Napster hat dem Gütersloher Medienriesen Bertelsmann im ersten Halbjahr das Ergebnis verhagelt.
Trotz guter Geschäfte vor allem der Fernsehtochter RTL sowie des Magazinverlags Gruner + Jahr sank der Überschuss auf 51 von 354 Millionen Euro, teilte Bertelsmann am Dienstag mit.
Mit den meisten Napster-Klägern hat der Konzern mittlerweile außergerichtliche Einigungen erzielt. Damit sei ein großes Risiko für Bertelsmann aus dem Weg geräumt, erläuterte Bertelsmann-Chef Gunter Thielen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen wie Veräußerungsgewinnen und Restrukturierungskosten [EBIT] wuchs von Jänner bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent auf 714 Millionen Euro. Der Umsatz ging bedingt durch Verkäufe um 187 Millionen Euro auf rund neun Milliarden Euro zurück. Bereinigt um diese Effekte kletterte der Erlös um 1,3 Prozent.
(Reuters)
