Infineon erhält Finanzspritze in Portugal
Der Chip-Hersteller Infineon erhält nach einem Bericht des Magazins "Focus" Millionen für den Ausbau seines Werkes in Portugal.
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will noch im März eine staatliche Finanzspritze Portugals in Höhe von 41 Millionen Euro genehmigen, so der Bericht unter Berufung auf EU-Kreise.
Der Zuschuss für die 140 Millionen Euro teure Erweiterung der Chip-Anlagen bei Porto habe auf der Kippe gestanden, weil Monti Überkapazitäten auf einem weltweit schrumpfenden Chip-Markt befürchtete.
Infineon-Chef Ulrich Schumacher habe dagegen den Preisverfall der Computerchips mit unerlaubten Dumpingmethoden der koreanischen Konkurrenz begründet.
Das "Wall Street Journal" hatte vor kurzem berichtet, dass dem Konzern anderen Speicherchip-Herstellern in den USA Klagen wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen drohen. Die Zeitung berief sich dabei auf E-Mails und Zeugenaussagen von Managern sowie die Arbeit eines Geschworenengerichts in San Francisco. Infineon wollte den Bericht nicht kommentieren.
Von den Untersuchungen betroffen sind dem Bericht zufolge auch der US-Hersteller Micron und die koreanische Samsung Electronics. Zudem bestätigte die koreanische Hynix Semiconductor, dass gegen sie ermittelt werde.
Infineon lagert weiter aus
