04.03.2004

CHINA

Piraterie-Kampagne gegen Karaoke-Bars

In einer groß angelegten Aktion versuchen Plattenfirmen wie Time Warner, Universal und EMI derzeit in China Karaoke-Bars dazu zu bringen, Lizenzzahlungen für die gespielten Songs zu leisten.

Insgesamt 49 Firmen aus dem In- und Ausland starten damit einen neuen Kampf gegen Piraterie in China.

Anwälte hätten mehrere Tausend Briefe an Karaoke-Bars im ganzen Land verschickt, mit dem Aufruf Urhebergebühren zu zahlen, so Guo Chunfei von der beauftragten Rechtsanwaltsfirma Tianwei in Peking.

Laut Guo zahlt keine der Bars Gebühren für die Songs, dies sei eine Lücke, die dringend geschlossen werden müsse, so Guo. Die Firmen hofften, dass auch ohne Gericht entsprechende Einigungen erzielt werden könnten, so Guo weiter.

Beträchtliche Einnahmen

Die Anwältin konnte zwar keine Angaben zu den Summen machen, doch die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua meldete, dass bis zu 12.000 USD pro Karaoke-Bar [je nach Größe] fällig werden könnten.

Bei mehreren tausend Bars würde sich der zu erwartende Geldbetrag auf mehrere Zig Millionen USD belaufen.

Ein Sprecher der taiwanesischen Cashbox Karaoke Group, mit sieben bekannten Karaoke-Bars in ganz China, sagte, dass seine Firma bereits Abgaben über die China Music Copyright Association abführt. Man habe von dem Vorhaben gehört, aber bis dato noch keinen entsprechenden Brief erhalten, so der Sprecher weiter.