SCO schreibt Verluste und klagt
SCO hat wie angekündigt Klage gegen Linux-User eingebracht.
Vor dem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Nevada wurde der US-Autoteilehändler AutoZone verklagt. Das Unternehmen verletze durch den Einsatz des freien Betriebsystems Linux, das laut SCO Teile des Unix-Systems enthalten soll, SCOs Copyright an UNIX, hieß es in einer SCO-Mitteilung.
Auch der deutsch-amerikanischen Autokonzern DaimlerChrysler wurde wegen Vertragsverletzung im Zusammenhang mit Unix-Lizenzen von SCO verklagt. DaimlerChrysler habe es verabsäumt, durch entsprechende Belege sicherzustellen, dass die Software-Vereinbarung eingehalten wird, so SCO.
Auf die Aufforderung, die regelgerechte Verwendung der Lizenz zu bestätigen, habe der Konzern seit Dezember nicht reagiert.
DaimlerChrysler sei nicht das einzige Unternehmen, das die geforderte Unterschrift nicht geleistet habe, sagte SCO-Vizepräsident Gregory Blepp . "Vor allem außerhalb der USA war die Resonanz sehr gering", sagte er. Auch andere Großunternehmen müssten nun mit Klagen rechnen.
Die Klage werde noch im Laufe des Tages im US-Bundesstaat Michigan eingereicht. Die Höhe des Schadenersatzes werde vor Gericht festgelegt. Ein DaimlerChrysler-Sprecher war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
SCO-MitteilungUmsatzverlust von 20 Prozent
SCO will auch in Zukunft mit den Klagen gegen Linux-User fortfahren. Dies geht aus der gleichzeitig veröffentlichten Bilanz für das erste Quartal hervor.
In diesem hat die Softwarefirma neben einem Rückgang beim Nettogewinn auch ein Minus beim Umsatz von fast 20 Prozent auf 11,4 Mio. USD hinnehmen müssen.
Der Nettoverlust betrug 2,3 Mio. USD bzw. 16 US-Cent je Aktie verglichen mit 724.000 USD und sechs US-Cent je Aktie im Jahr zuvor.
Im operativen Bereich vergrößerte sich der Verlust von 738.000 USD im Vorjahr auf nunmehr 5,2 Mio. USD. Darin seien Kosten von 3,4 Mio. USD für die "Lizenzierungsinitiativen des Unternehmens" enthalten, hieß es weiter.
Die SCO-Aktie brach am Mittwoch um 12,7 Prozent auf 11,72 USD ein.
