AskJeeves ohne bezahlte Ergebnisse
Die Suchmaschine AskJeeves will sich nicht mehr für Sucheinträge bezahlen lassen. Das Paid-Inclusion-Programm "Index Connect" werde gestrichen, kündigte Produktmanager Jim Lanzone am Dienstagabend an.
Das Programm war bei AskJeeves in den vergangenen eineinhalb Jahren im Einsatz. Nach ausführlichen Tests sei das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass dadurch die Suchresultate negativ beeinflusst werden.
Es entstünden zunehmen irrelevante Ergebnislisten, sagte Lanzone, worunter das "Sucherlebnis" leide. "Wir werden nie mehr wieder Kirche und Staat durcheinanderbringen", beteuerte der AskJeeves-Manager.
Die Ankündigung kommt einen Tag nachdem Yahoo einen Schwenk zu bezahlten Sucheinträgen vollzogen hat.
Käufliche Sucheinträge bei YahooEiner geht, einer kommt
AskJeeves geht damit genau in die entgegen gesetzte Richtung, die Yahoo einschlägt. Yahoo hatte gestern ein Paid-Inclusion-Programm angekündigt und will sich künftig dafür bezahlen lassen, dass Webseiten der Auftraggeber in die Suchmaschinendatenbank eingetragen werden.
Paid Inclusion unterscheidet sich grundsätzlich etwa von Googles Adwords-System. Hierbei zahlen Unternehmen dafür, dass der Link zu ihrer Website bei der Abfrage nach bestimmten Schlüsselbegriffen in einem kleinen Kasten am rechten Rand der Homepage auftaucht.
Gezahlt werden muss freilich erst dann, wenn ein User die Homepage auch tatsächlich anklickt. Die Website des Unternehmens wird bei dem System aber nicht in die Suchmaschinendatenbank aufgenommen.
