Sicherheitslehrgang für heimische Elite
Vier Tage lang haben sich von vergangenen Freitag an 28 ausgewählte Vertreter der heimischen Wirtschaft, des Militärs, der Exekutive, der Verwaltung und der Politik einer Intensivschulung unter anderem über Terror, Weltpolitik und Organisierte Kriminalität unterzogen.
Der "strategische Führungslehrgang" [StratFüLg], ein "Elitekurs für Schlüsselkräfte der Republik" soll die Absolventen im Zuge des mehrteiligen Lehrgangs zu einer "Strategic Community" zusammenwachsen lassen, "die in der Zukunft vielleicht eine Überlebensfrage für unsere Heimat sein kann", wie Brigadier Wolfgang Schneider, der für das Programm verantwortlich zeichnete, betonte.
Der Lehrgang steht nur Führungs- und Entscheidungspersönlichkeiten aus den Schlüsselbereichen der österreichischen Gesellschaft offen, wie eine der Voraussetzungen für den 7.000 Euro teuren Kurs lautete. 50 Interessenten meldeten sich, aus denen das Leitungsgremium 28 Personen auswählte. Entsprechend hochrangig war die Teilnehmerliste, auf der unter anderem der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, der Kabinettschef des Wirtschaftsministeriums, Martin Eichtinger, sowie der ÖVP-Sicherheitssprecher im Parlament, Walter Murauer vertreten waren.
StratFüLgIT-Attacke
Im ersten von drei Modulen wurden diese Schlüsselkräfte vier Tage lang in die Entwicklungen im Bereich der Geopolitik, der Geheimdienste, der organisierten Kriminalität, des Terrorismus und der Computerkriminalität eingeführt.
Eine weitere Praxiseinheit dürfte besonders für Unbehagen gesorgt haben: Ein Vertreter des Abwehramtes des Bundesheeres zeigte die Möglichkeiten von Spionage in Computernetzen. Dabei simulierte er, wie "innerhalb von Minuten komplette Festplatteninhalte kopiert, verändert oder unbrauchbar gemacht werden" können.
Der "StratFüLg" wurde vom nationalen Sicherheitsrat in Auftrag gegeben, der die Landesverteidigungsakademie [LVAk] des Bundesheeres mit der Durchführung beauftragt hat. Der Kommandant der LVAk, General Raimund Schittenhelm, war nach den ersten vier Tagen zufrieden: "Das Konzept ist richtig", lautete seine Einschätzung. Eines der Ergebnisse sei, dass "Dinge, die bisher so nebenbei gesehen worden sind, durch das Modul sichtbar gemacht worden sind."
