28.02.2004

CEBIT 2004

3D-Display für Kiosksysteme

Auf der CeBIT in Hannover werden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik ein neuartiges 3-D-Kiosk-System präsentieren. Kernstück des Systems ist das Display "Free2C". Die Modelle scheinen dabei, ähnlich wie bei einem Hologramm, frei vor dem Monitor zu schweben.

Die optische Täuschung wird durch zwei unterschiedliche Bilder hervorgerufen: Ein Bild für das rechte und ein Bild für das linke Auge. Die Darstellungen werden in feinen senkrechten Streifen unterteilt und abwechselnd nebeneinander angeordnet. Eine spezielle Linse vor dem Display sorgt für die richtige optische Adressierung und ersetzt die sonst notwendige Shutter-Brille.

3-D-Bewegung per Hand

Möchte ein User zum Beispiel eine Skulptur von Rodin von einer anderen Perspektive betrachten, kann er einfach das virtuelle 3-D-Modell mit der Hand drehen. Die Kamera nimmt die Bewegung auf und der Rechner ermittelt, wie weit das Kunstwerk gedreht werden muss.

"Kiosk-Systeme müssen einfach und intuitiv zu bedienen sein, daher haben wir in die Bedienkonsole ein System zur Hand-Gesten-Erkennung integriert. Sogar die vor dem Display schwebende Benutzerführung lässt sich mittels Fingerzeig bedienen. Das Video-Hand-Tracking-System ermittelt die genaue Position des Fingers und ordnet ihr die entsprechende Auswahltaste zu", erklärt Klaus Schenke vom HHI. Gedacht ist das neue 3-D-System vor allem für Museen, Flughäfen, Einkaufszentren und Tourismusinformationen.