"Neo" verknüpft mobile Geräte
Der Softwarespezialist IXI Mobile hat dieser Tage auf der Mobilfunkmesse in Cannes seine neue Marke "neo" vorgestellt.
"Neo" soll als Überbegriff für eine Softwarelösung dienen, die Multimedia-Geräte drahtlos miteinander sprechen lässt. Was im Vorjahr noch als Konzept mit einigen Prototypen vorgestellt wurde, ist mittlerweile zu einer fertigen Lösung herangereift, die auf den Markt gebracht wird.
Das Konzept ist simpel: Ein GPRS-Handy dient als zentraler Hub, der die Anbindung ans Internet gewährleistet. Eine Reihe von spezialisierten Geräten wie Mini-Digicams, Messageboards, Game-Handhelds und Uhren werden drahtlos und ohne Zutun des Benutzers miteinander verbunden.
Jede weitere Aktion wird von der "neo"-Software verwaltet, Einstellungen und andere Zwischenschritte entfallen.
Billige Geräte zuhauf
"So ist es möglich, die teurere Technologie in einem einzigen
Gerät zu konzentrieren. Alle anderen können billig gefertigt und
verkauft werden", erklärte bereits im Vorjahr Tal Räside, Entwickler
bei IXI Mobile, der futurezone.
Zentrale Basisstation für mobile GeräteSoftware ersetzt Bedienungsschritte
Inzwischen sind die Prototypen gereift. Als Basisstation dient nicht mehr eine zigarettenschachtelgroße Box, sondern ein beliebiges Bluetooth/GPRS-Handy, das herstellerseitig die "neo"-Software integriert hat.
Interessant ist das Modell vor allem für Mobilfunkprovider, da ihnen neue Einnahmequellen im Datentransfer-Bereich erschlossen werden.
Durch die einfache Bedienung muss der User nicht in den Datentransfer eingreifen. Mit der "neo"-Software kann man etwa ein Foto mit einer Minikamera schießen, das dann ohne weiteres Zutun auf ein persönliches Web-Fotoalbum geladen wird.
Eine andere Anwendung stellt das Messageboard dar - man ist automatisch in seinem gewählten Instant-Messaging-Netz online. Die Einstellungen dazu werden über ein simples Webformular verwaltet.
Provider zeigen Interesse
Die Provider zeigen bereits Interesse. In den nächsten Wochen
werden die ersten "neo"-Produkte in Italien auf den Markt gebracht.
"Da es dort keine Handy-Subventionen gibt und die Geräte überall
gleich viel kosten, sind sie auch nicht auf einzelne Provider
gesperrt", so Edgar Auslander, zuständig für strategische
Entscheidungen bei IXI Mobile, im Gespräch mit der futurezone. Das
erleichtere den Markteintritt, da keine Exklusivkooperationen
notwendig seien.
MyNEOKooperation mit Samsung, Seiko
Derzeit sei man mit mehreren Providern in Europa, Asien und sogar Nordamerika im Gespräch.
Mit einem nordamerikanischen Mobilfunker soll demnächst eine Kooperation bekannt gegeben werden.
Und in Europa ist beispielsweise One-Chef Jorgen Bang-Jensen auf das junge Unternehmen aufmerksam geworden: "Eine interessante Sache. Wir sehen uns das auf jeden Fall genauer an."
Auf der 3GSM in Cannes gab IXI Mobile auch eine Kooperation mit Samsung bekannt. In einige der kommenden Modelle soll die "neo"-Software integriert werden.
Auch Seiko will "neo" in Digitaluhren einbauen, die dann beispielsweise den Namen des Anrufers anzeigen.
