SEC trifft bayrische Ermittler

affäre
27.08.2007

Untersuchung der Siemens-Korruptionsfälle

Die US-Börsenaufsicht SEC will mit den Münchner Ermittlern die Korruptionsfälle bei Siemens erörtern. Die Amerikaner hätten um ein "Anbahnungstreffen" in der laufenden Woche in der bayrischen Landeshauptstadt gebeten, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Montag. Näheres sei noch nicht bekannt. Sollte die SEC die Korruptionsaffäre mit einer Geldstrafe ahnden, könnten Milliardenzahlungen auf Siemens zukommen.

Anklagen im Herbst

Winkler gehe weiterhin davon aus, dass es noch im Herbst zu ersten Anklagen in der Schmiergeldaffäre kommen werde. Die Münchner Strafverfolger ermitteln bisher wegen schwarzer Kassen über rund 200 Mio. Euro in der ehemaligen Kommunikationstechniksparte Com, die zur Bestechung eingesetzt worden sein sollen.

Der Konzern selbst hat indessen weit mehr als das Doppelte an Geldern auf den Prüfstand gestellt. Siemens durchforstet nach Com und der an Continental verkauften Autozuliefersparte VDO auch die übrigen Konzernbereiche nach dubiosen Geldströmen.

(APA | Reuters)